Niederlage in einem Spiel offener Abwehrreihen
Wegen des (unfreiwilligen) Rotationsprinzips mußte Trainer Speck auch im Spiel beim PSV Mannheim eine andere Elf auf den Platz schicken, da unter anderem die etatmäßigen Manndecker fehlten.
Das Spiel brachte eine Anfangsviertelstunde mit reichlich Aktionen auf beiden Seiten. Da der Gastgeber diese Saison nicht besonders aus den Startlöchern gekommen war, machte unser Team gleich einigen Druck. Bereits in der zweiten Minute versuchte sich Heinisch per Freistoß aus 17 Metern, allerdings über das Tor, aus 22 Metern das gleiche Resultat drei Minuten danach, diesmal Müller der Schütze. In der 10. Minute wiederum der fleißige Heinisch, gleich doppelt als Vorbereiter für Hofmann. Zunächst lenkte der Torwart noch knapp übers Tor, nach der folgenden Ecke der Ball dann etwas zu hoch. Das 1:0 fiel dann etwas überraschend auf der anderen Seite, als Hammer nach einem Eckball nicht an den Ball kam.
Der Anstoß danach kam flott zum freien Riedel auf rechts, dieser bediente Müller und nach zwölf Minuten stand es bereits 1:1. Als Zuschauer konnte man hier schon feststellen, dass die Abwehrreihen und Torhüter auf beiden Seiten einen gebrauchten Tag erwischt hatten. So kam der PSV nach 16 Minuten zu zwei Kopfbällen, wobei Hammer einen parierte und der zweite nach dem folgenden Eckball neben das Gehäuse ging. Bis zur nächsten Gelegenheit vergingen dann 10 Minuten, bis der Gastgeber aus 8 Metern wiederum das Tor verfehlte. In der 31. Minute dann fast die Führung für unser Team, nachdem sich der Torwart bei einer Ecke von M. Seltmann unsicher zeigte und ein Abwehrspieler nur knapp über den eigenen Kasten klärte. Sieben Minuten vor dem Pausenpfiff gab es nochmals zwei Gelegenheiten für den PSV, ein Schuss aus 20 Metern allerdings nicht plaziert genug und nach einem schönen Steilpass zielte der Stürmer aus kurzer Entfernung zu ungenau. Somit ging es mit einem gerechten 1:1 in die Kabinen.
Die zweite Hälfte begann dann weniger stürmisch. Aber bereits in der 49. Minute geriet unser Team in Rückstand, an einem flach um die Mauer gedrehten Freistoß aus knapp 30 Metern war Hammer zwar noch dran, konnte den Ball aber nicht halten. Und bereits sechs Minuten später hätte die Heimmannschaft nachlegen können, aus 14 Metern ging der Ball allerdings an den Pfosten. Erst in der 58. Minute konnte die GrünWeiß dann selbst wieder eine (Doppel-) Chance verbuchen, M. Seltmanns Schuß aus 14 Metern wurde zunächst geblockt, der anschließende Kopfball von Müller ging übers Tor.
Damit läutete man eine Drangphase mit Gelegenheiten im Dreiminutentakt ein. Müller versuchte sich aus 16 Metern ebenso vergeblich wie mit dem Kopf nach einer Ecke. Und auch Heinisch brachte aus 6 Metern den Ball nicht am Keeper vorbei.
Der PSV erst wieder in der 72. Minute vor unserem Gehäuse, diesmal parierte Hammer den Schuss aus 14 Metern. Der Ausgleich blieb unserer Mannschaft auch weiterhin verwehrt, in der 74. Minute tat auch der in der zweiten Halbzeit nicht mehr so souveräne Schiri seinen Teil dazu. Ein Handspiel im Strafraum blieb ebenso ungeahndet wie Meckereien und Ballwegschlagen der Heimmannschaft, für gleiche Vergehen hatten Hochedez und Müller in den ersten 20 Minuten bereits den gelben Karton gesehen. Gegen Ende entblößte die GrünWeiß im Bemühen um einen Punkt die Abwehr noch weiter und so kassierte man in der 83. und 85. Minute weitere Gegentreffer. Selbst der letzte Versuch von Hochedez in der Schlußminute ging über das Tor. Somit stand unterm Strich eine (am Ende zu hoch ausgefallene) 1:4 Niederlage.
Tor: Müller
Fazit: Bedingt durch das Nichterscheinen von Spielern (neben Verletzten oder Kranken) gerät fast jeder Spieltag für Trainer Speck zur Wundertüte. Damit wird man auch keine Konstanz in die Leistungen bringen, obwohl das Potential durchaus vorhanden ist. Die kommende Heimaufgabe gegen Jonica Schriesheim dürfte bei dieser Konstellation eine hohe Hürde werden.