Deutliches 0:3 beim ESC BW Mannheim
Im Auswärtsspiel am Neckarplatt offenbarte die Mannschaft speziell in der ersten Halbzeit zwei Symptome, die auch eine Steigerung nach der Pause nicht mehr kompensieren konnte.
Nachdem man sich in den ersten fünf Minuten (allerdings ohne eine nennenswerte Chance) in der gegnerischen Hälfte festgesetzt hatte, kamen die Gastgeber mit der ersten Möglichkeit leicht zu ihrer Führung. Nach einem langen Freistoß ging aus der Abwehr kaum jemand im Strafraum zum Kopfball, was dem Stürmer einen unbedrängten Torerfolg brachte. Wie in dieser Saison schon öfter ein Tor mit freundlicher Unterstützung der GrünWeiß. Und die hängenden Köpfe zeugten danach von einer schwachen Moral. So dauerte es eine Viertelstunde, ehe Szomeida für Keeler auflegte, dessen Schuß aus 17 Metern vom Torwart pariert wurde. Zwei Minuten später setzte sich Hofmann im Strafraum durch, kam aber nicht mehr zu einem plazierten Schuß.
Danach brachte sich BW Mannheim zumeist mit wenigen Bällen schnell in unsere Hälfte, zunächst verfehlte man unseren Kasten, danach hielt Hammer zweimal, ehe in der 33. Minute das großzügige Angebot zum 2:0 aus sieben Metern genutzt wurde. Unser Team konnte erst in der 38. Minute einen Gegenzug starten, Heinisch verfehlte allerdings aus 20 Metern. Das ungenügende Defensivverhalten fand kurz danach seine Fortsetzung, im eigenen Strafraum konnten drei Mann nicht entschlossen genug klären, aus 16 Metern wurde der Ball von links diagonal vor unser Tor gezogen und aus kurzer Entfernung (leicht abseitsverdächtigt) vollstreckt. Der 0:3 Rückstand führte in der Halbzeit zu regen Diskussionen, die dann auch Wirkung zeigten.
Bereits kurz nach Wiederanpfiff versuchte sich Hildebrand volley aus 16 Metern nach einem Eckball von Szomeida, Endstation Keeper BlauWeiß. Kurz danach kam Hofmann aus kurzer Distanz zum Abschluss, hatte sein Visier allerdings zu hoch eingestellt. Unser Team nun deutlich engagierter und Heinisch hatte mit einem abgefälschten Freistoß aus 16 Meter die nächste Gegelegenheit, der Torwart lenkte zur Ecke. Und er entschärfte auch Hildebrands Kopfball, wiederum nach einem Eckball, nach einer guten Stunde. Erst danach kamen die Gastgeber zu einer Möglichkeit, Hammer konnte sich beim Schuß aus 10 Metern auszeichnen. In der 67. Minute setzte Keeler am Strafraum entschlossen nach und bediente Hofmann, dem heute jedoch das Pech an den Stiefeln klebte.
Nach 75 Minuten zögerte Hammer zunächst bei einem Ball in den eigenen Strafraum, um dann dem frei vor ihm auftauchenden Stürmer doch den Winkel zu verkürzen. Kurz vor Schluß noch ein Versuch von M. Seltmann aus spitzem Winkel, aber auch hier ohne Fortune.
Tore: Fehlanzeige
Fazit: Über die erste Hälfte sollten wir das Tuch des Schweigens breiten. Zumal gegen den Tabellenführer Türkspor in der kommenden Woche zumindest ein ähnliches Engangement wie in Halbzeit zwei nötig sein wird, um Zählbares zu erreichen.